Atommülllager Asse

Die Asse als Prototyp für ein Atommüll-Endlager

Als in den 1960er Jahren die ersten deutschen Kernkraftwerke geplant wurden, war klar, dass man nach einer Abklingzeit von einigen Jahrzehnten ein Endlager für hochradioaktive Abfälle brauchen würde. Aufgrund der geologischen Voraussetzungen in Deutschland galt die Einlagerung in Salzstöcken als aussichtsreichste Option. Es herrschte große Zuversicht, innerhalb weniger Jahrzehnte ein Endlager in Betrieb nehmen zu können. Als Standort wurde schon damals Gorleben vorgeschlagen. Als Prototyp für das Endlager und zur Klärung der noch offenen technischen Fragen erwarb die GSF 1965 im Auftrag des Bundes das soeben stillgelegte Bergwerk Asse II von der damaligen Eigentümerin der Wintershall zu einem Preis von 700 000 DM.

 

 

Probleme:

  • Instabilität der Grube: Seit 1965 wurde gewarnt.
  • Wasserzufluss: Seit 1906 wurden Salzlösungszuflüsse dokumentiert.
  • Radioaktiv kontaminierte Salzlauge: Lauge ist in Kontakt mit eingelagerten Stoffen gekommen und diffundiert nun in die unmittelbaren Umgebung.
  • Grubengase: Damit könnte ein unbeherrschbarer Zustand auftreten, wenn aus dem Deckgebirge plötzlich weitere und weitaus größere Mengen an Wasser oder Lauge durchbrechen würden. Die zuströmende Lösung würde weitere Salze (Carnallit) im Grubengebäude auflösen, wodurch die Standsicherheit des Bergwerks weiter abnehmen würde.
  • Das Schließungskonzept der GSF: "Flutung der Asse mit einem Schutzfluid" Wenn die Einlagerungskammern in der Asse geflutet werden, ist damit zu rechnen, dass ein Teil des radioaktiven Inventars gelöst wird und im Verlauf von Jahrhunderten durch die porös verfüllten Hohlräume des verschlossenen Bergwerks diffundiert.

 

Seit 1978 lagern im Atommülllager Asse rund 130.000 Fässer mit radioaktivem Atommüll.

 

Alle Infos aus wikipedia:http://de.wikipedia.org/wiki/Schachtanlage_Asse

Artikel beim ndr:http://www.ndr.de/regional/dossiers/atomkraft/asse448.html "Atommülllager Asse soll geräumt werden"